Freitag, 31. Juli 2015

Schatten und Licht


Hallo ihr Lieben,

heute gibt es ein Gedicht von mir. 
Ich habe es einmal in der Version für Frauen und einmal für Männer geschrieben, nachdem mir viele Männer gesagt haben, dass sie durchaus genauso fühlen. Einfach nur "Mensch" zu schreiben, fühlt sich für mich nicht stimmig an.
Vielleicht kennt ihr das Gefühl festzustecken und kein Licht mehr zu sehen?
Dann sind diese Zeilen hier für euch...


Schatten und Licht

Ein Blick in den Spiegel,
ich schau genau hin.
Wer ist diese Frau,
wenn ich es nicht bin?

Wer ist sie nur?
Ich kenne sie nicht.
Nur Dunkel und Schatten,
kein Leuchten, kein Licht.

Sie schließt ihre Augen,
eine Mauer ums Herz.
Sie will es nicht spüren,
zu groß ist der Schmerz.

Wer ist sie nur?
Ich kenne sie nicht.
Nur Dunkel und Schatten,
kein Leuchten, kein Licht.

Sie ist ganz allein,
doch in Wirklichkeit nicht.
Sie kann es nicht sehen,
ihr Leuchten, ihr Licht.



Schatten und Licht

Ein Blick in den Spiegel,
ich schau genau hin.
Wer ist dieser Mann,
wenn ich es nicht bin?

Wer ist er nur?
Ich kenne ihn nicht.
Nur Dunkel und Schatten,
kein Leuchten, kein Licht.

Er schließt seine Augen,
eine Mauer ums Herz.
Er will es nicht spüren,
zu groß ist sein Schmerz.

Wer ist er nur?
Ich kenne ihn nicht.
Nur Dunkel und Schatten,
kein Leuchten, kein Licht.

Er ist ganz allein,
doch in Wirklichkeit nicht.
Er kann es nicht sehen,
sein Leuchten, sein Licht.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Unter der Sonne der Toskana


Hallo ihr Lieben,

Freitags gönne ich mir des Öfteren einen gemütichen Abend auf der Couch mit einem guten Film."Unter der Sonne der Toskana" gehört zu meinen Lieblingsfilmen.

"Das Leben bietet dir tausend Chancen...
Du musst sie nur wahrnehmen."

Darum gehts:

Durch die Scheidung von ihrem Mann, verändert sich das Leben der Schriftstellerin Frances von einem Tag auf den anderen. Ihre Freundin Patti schenkt ihr eine Reise in die Toskana, um sie von ihrem Trübsal abzulenken.
Dort kauft sich Frances spontan eine heruntergekommene Villa und nach anfänglichen Schwierigkeiten endeckt sie langsam wieder die Freude am Lachen und öffnet ihr Herz für neue Menschen...

Meine Meinung zu dem Film:

Ein absoluter Gute-Laune-Film, der in der wunderschönen Toskana spielt. Die Geschichte sprüht vor Lebensfreude und auch die Charaktere habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Außerdem macht sie Mut, Neues zu wagen und zeigt, dass man auch nach einer großen Enttäuschung noch einmal ganz von vorne beginnen kann.  

Montag, 27. Juli 2015

Was denken und reden die anderen?


Hallo ihr Lieben,

bestimmt habt ihr euch auch schon mal Gedanken darüber gemacht, was die anderen über euch denken oder reden könnten.

Für mich war das lange ein sehr wichtiges Thema, da ich von anderen gemocht werden wollte und ich es auch einem jeden Recht zu machen versuchte.

Es war ein langer Weg, bei dem ich viel gelernt habe und ich bin froh, dass es heute anders ist.

Ich glaube, dass es im Leben ein sehr großes Hindernis darstellt, wenn man sich zu viel auf die anderen konzentriert. Dabei vergisst man sich selbst, seine Ziele und seine Träume. 

Außerdem wer weiß schon wirklich, was die anderen denken?

Oft denken andere Menschen gar nichts über uns. Nur wir denken, dass sie etwas denken könnten.;)

Manchmal denken sie auch ganz positiv über uns, nur wissen wir es nicht.

Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es ganz schön weh tut, wenn andere negativ über einen sprechen. Deshalb habe ich beschlossen, mich von Klatsch und Tratsch fernzuhalten und sage nichts hinter dem Rücken eines Menschen, was ich ihm nicht auch ins Gesicht sagen würde.

Ich habe mich auch gefragt, was uns Menschen dazu antreibt, über andere zu tratschen und bin zu folgenden Antworten gekommen:

  • Man möchte dazugehören.
  • Man fühlt sich für einen kurzen Moment besser als der Mensch, über den gerade getratscht wird, nur hält dieses Gefühl niemals lange an.
  • Man ist insgeheim neidisch auf jemanden und indem man über diesen Menschen schlecht redet, lenkt man von sich selbst ab. Man redet den Erfolg des anderen schlecht, um sich nicht mit seinen eigenen, unerfüllten Träumen auseinandersetzen zu müssen.
  • Man tratscht aus Langweile, oder aus Gewohnheit, weil es vielleicht schon immer dazugehörte und einem kein besserer Gesprächsstoff einfällt.
Ihr seht schon, das sind keine sehr noblen Gründe. Trotzdem glaube ich, dass in den meisten Fällen keine böse Absicht dahinter steckt und niemand dem anderen ernsthaft schaden will.

Ich möchte euch mit meinem Post heute Folgendes mitgeben:

Macht euch nicht zu viele Gedanken über die Gedanken anderer Menschen. Damit macht man sich das Leben selbst unnötig schwer.

Wenn ihr nicht wollt, dass über euch getratscht wird, haltet es selbst genau so.

Hierzu noch ein altes Sprichwort:
Was du nicht willst das man dir tu' das füg' auch keinem andern zu.

Alles Liebe,
eure Susanne 





Freitag, 24. Juli 2015

Sommerlicher Spätzle-Salat

Foto von Spätzlesalat


Hallo ihr Lieben,

heute habe ich ein Rezept für euch. 


Spätzle-Salat

Zutaten Spätzle:                                       

500 g Mehl                                             
5 Eier (Gr. M)                                        
200 ml Sprudelwasser                            
(macht die Spätzle schön fluffig)               
etwas Salz und Pfeffer                             
                                                             

Zutaten Gemüse:

1 rote Paprika
1 gelbe Paprika
6 Essiggurken
1 Zuchini
1/2 Glas Mais (nach Belieben)
1 Bund Ruccola

Zutaten Dressing:

4 EL Essig
2 EL Öl
3 EL mittelscharfer Senf
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Aus den Spätzlezutaten einen Teig rühren (bis leichte Luftblasen entstehen) und diesen durch einen Spätzlesieb oder eine Presse in einen großen Topf mit kochenden Wasser geben. Kurz aufkochen, absieben und unbedingt auskühlen lassen.

Das Gemüse klein schneiden, mit Spätzle und dem Dressing vermischen. Fertig.

Tipp:

Falls ihr zu Hause noch Pesto habt (am Besten ein Grünes), den Senf weglassen und stattdessen 2 EL Pesto hinzugeben. 

Das Gemüse kann man natürlich nach Belieben austauschen.

Ich finde, dieser Salat eignet sich prima als Mitbringsel für eine Grillparty. Bei uns gibt es ihn oft mittags an heißen Sommertagen.

Tipp VEGAN:

statt der Eier einfach 500 ml Sprudelwasser nehmen, oder 250ml Sojamilch und 250 ml Wasser. Wenn ich die vegane Variante koche, gebe ich gerne noch 1 gute Messerspitze Kurkuma dazu, damit die Spätzle eine schöne, gelbe Farbe bekommen.


Sommerliche Grüße,
eure Susanne

 

Mittwoch, 22. Juli 2015

Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Autorin: Anna Mc Partlin
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Preis: 12 Euro

Darum gehts:

Rabbit Hayes hat nur noch ganz wenig Zeit. Ihr bleiben nur ein paar Tage, um sich von ihrer geliebten Familie zu verabschieden. Noch weiß sie nicht, wie sie ihrer Tochter beibringen soll, dass sie bald sterben wird.

Meine Meinung zu dem Buch:

Diese Geschichte habe ich mir vor Kurzem in der Bücherei ausgeliehen. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, bei dem ich von Anfang an wusste, dass die Protagonistin sterben wird. Bis zum Schluss habe ich mit den Figuren gefühlt, gelacht und geweint. Diese Geschichte hat kein Hochgefühl bei mir hinterlassen, doch etwas anderes, sehr Wichtiges: tiefe Dankbarkeit. Ich bin dankbar für das was ich habe, für meine Gesundheit und das ICH LEBE!

"Was auch passiert, ich werde leben, als ob ich nicht sterben müsste, weil es heute nicht so ist. Heute bin ich hier, und der Boden muss gesaugt werden, Klamotten müssen gewaschen und die Hausaufgaben meiner Tochter müssen kontrolliert werden. Heute bin ich hier und am Leben, und jetzt ist es meine Aufgabe, die Welt meiner Tochter mit Liebe zu füllen, mit Glück und mit Sicherheit. Sie braucht kein Disneyland, sie braucht nur mich..."

Anna Mc Partlin ist mit "Die letzen Tage von Rabbit Hayes" eine wunderbare, sehr einfühlsame Geschichte gelungen, über ein Thema, dass für viele Menschen unangenehm ist: Das Sterben...
 

Montag, 20. Juli 2015

Vom Wagen und Gewinnen

Kommt euch das bekannt vor? 
Soll ich, soll ich nicht? Was passiert, wenn ich..?

Bevor ich mich an meinen Blog heranwagte, fragte ich mich oft, warum ich mir selbst nicht mehr zutraue und warum ich nicht einfach über meine Grenzen hinauswachse.

Vielleicht sind es immer die gleichen Ängste, die uns durchs Leben begleiten.
Was passiert, wenn ich mich tatsächlich traue?
Was, wenn ich es nicht schaffe?
Was könnten die anderen denken?
Werden die Menschen, die mir wichtig sind, mich auch dann noch lieben?
Was, wenn ich mich blamiere?
usw...

Oder kennt ihr auch diese fiese, kleine Stimme im Kopf, die lauthals brüllt (meine zumindest flüstert nicht): "Vergiss es, dass schaffst du nie! Dafür bist du nicht gut genug! Das bist du nicht wert! Dich will doch eh keiner!"...

Und soll ich euch was sagen? Ich musste lange üben, doch in letzter Zeit schaffe ich es immer häufiger zurückzuschreien: "Halt doch einfach deine Klappe und verpiss dich!" Denn, was kann schlimmstenfalls passieren, wenn ich mich traue und etwas ganz Neues wage?

Ich könnte scheitern, vielleicht den ein oder anderen Menschen an meiner Seite verlieren und eine gewisse Zeit das Gefühl haben, die Welt geht unter.
Doch selbst dann, würde es irgendwann wieder einen Lichtblick geben.

Es könnte auch funktionieren und ich großen Erfolg damit haben. Vielleicht verliere ich auch hierbei den ein oder anderen Menschen an meiner Seite und es würde sich vieles ändern. Doch genau diese Veränderungen machen das Leben lebendig. 

Ich bin ein sehr optimistischer Mensch und glaube fest daran, dass jeder die Chance hat, aus seinem Leben das für sich Beste zu machen und das Leben seiner Träume zu leben.

Dafür braucht es meiner Meinung nach "nur" folgende Dinge:

  • Den Glauben an sich selbst, Selbstvertrauen (kann man trainieren)
  • Die Bereitschaft, etwas für sich und seine Träume zu tun
  • Durchhaltevermögen und Disziplin (kann man trainieren)
  • Gottvertrauen, Vertrauen ins Universum (kann man lernen)
  • Mut, um für sich und seine Träume einzustehen


Ich wünsche euch das kleine und große Glück im Leben und ganz viel Mut und Selbstvertrauen, um euer volles Potenzial zu leben.

Alles Liebe
eure Susanne
 
 

Samstag, 18. Juli 2015

Schwesterherz



 Hallo ihr Lieben,

heute gibt es eine Geschichte von mir zu lesen. Ich habe sie am Anfang meines Studiums (ich studiere Belletristik an der SDS per Fernstudium) für einen Kurzgeschichtenwettbewerb geschrieben. "Schwesterherz" wurde mit dem 3. Platz ausgezeichnet und ich bin sehr stolz auf meinen ersten Preis. Die Geschichte widme ich meiner "kleinen" Schwester. 


Schwesterherz



„Es ist kaum zu glauben, dass ihr beide tatsächlich Schwestern seid, wenn man euch so zusammen sieht“, meinte die alte Frau Gebhardt in der Buchhandlung, während sie meiner Mutter die bestellte Lektüre gab. „Ach wissen sie, eigentlich ist Carla gar nicht meine leibliche Schwester. Meine Eltern haben sie adoptiert, als sie noch ein Baby war“, sagte ich gelangweilt. Während meine Mutter mich aus den Augenwinkeln böse anfunkelte und meine Schwester mit den Tränen kämpfte, genoss ich den überraschten Gesichtsausdruck der neugierigen Buchhändlerin. Denn die ältere Dame war nun völlig irritiert. Doch ich wusste auch, was mich zu Hause erwarten würde. „Kathinka Leonore Berger, verschwinde augenblicklich in dein Zimmer und lass dich die nächsten zwei Wochen nicht mehr blicken, bis du wieder klar im Kopf bist“, hörte ich meine Mutter in Gedanken brüllen.

 Carla feierte vor Kurzem ihren 15. Geburtstag und war somit zwei Jahre jünger als ich. Während ich mit meinen dunklen Augen, den schwarzen Haaren und der schlanken Figur eher nach unserem Vater Clemens kam, gab es in unserer gesamten Familie niemanden, dem Carla auch nur ein kleines bisschen ähnlich sah. Meine Schwester war eher klein und pummelig, weswegen sie oft gehänselt wurde. Auch ihre eisblauen Augen, die stets vor Neugier blitzten und immer unglaublich wach wirkten, waren in der gesamten Familie einmalig. Um ihre langen blonden  Locken jedoch wurde sie sogar von mir beneidet. Die Leute sagten immer, sie sehe aus wie ein Engel und überhaupt sei sie der reinste Sonnenschein. Dabei konnte einem ihre andauernde Fröhlichkeit wirklich auf die Nerven gehen.

Aufgrund unseres unterschiedlichen Aussehens und weil wir kein besonders gutes Verhältnis zueinander hatten, erzählte ich den Leuten oft, Carla wäre adoptiert. Meine Eltern waren jedes Mal aufs Neue entsetzt und meine Schwester zutiefst gekränkt. Im Grunde genommen war es gar nicht Carla selbst, die ich hasste. Vielmehr war es dieses unangenehme Gefühl, dass ich immer hatte, wenn ich mich in ihrer Gegenwart befand. Dann fühlte ich mich meistens klein und unsicher.

Denn trotz ihrer pummeligen Figur und den vielen Hänseleien wirkte sie unglaublich selbstbewusst und klug. Es hatte den Anschein, als wäre sie der unangefochtene Liebling meiner Eltern. Außerdem konnte ich es gar nicht leiden, dass ihre Haut so rein und klar war, während sich mein Gesicht vor Pickeln kaum retten konnte. Zudem Ganzen kam auch noch, dass sie mir ständig aus der Klemme half. Deshalb entkam ich auch des Öfteren dem lästigen Hausarrest, den mir unsere spießige und meiner Meinung nach viel zu strenge Mutter unnötig oft aufbrummte. Carla hatte zum Glück kein Problem mit Notlügen und verteidigte mich immer, so gut sie konnte. Insgeheim wusste ich aber, dass sie damit nur meine Zuneigung und Aufmerksamkeit gewinnen wollte. Aber ich kam nicht damit klar, dass es ständig die kleine Schwester war, die immer stark zu sein schien und ihre große Schwester beschützte. Eigentlich sollte es doch umgekehrt sein.

Da unsere Mutter noch einiges zu erledigen hatte und Carla und ich uns bereits langweilten, gingen wir inzwischen zu Fuß nach Hause. Gerade als wir in unsere Straße einbiegen wollten, packte jemand Carla am Ärmel und schubste sie nach hinten. „Na Fettklops. Das war heute aber keine gute Idee von dir, mich nicht bei der Mathearbeit abschreiben zu lassen.“ Jennifer und ihre Mädchengang bauten sich bedrohlich vor uns auf. 

Ich konnte Carlas Angst spüren, denn ich erinnerte mich nur zu gut, dass ihre beste Freundin bereits einmal ein blaues Auge von denen kassiert hatte. Auf einmal wirkte meine kleine Schwester gar nicht mehr so selbstsicher und heldenhaft wie sonst.  Auch ich fühlte mich mehr als unbehaglich, denn diese Mädchen waren für ihre Gewaltbereitschaft bekannt. Meine Hände waren eiskalt und ich zitterte. 

Doch da fiel mir plötzlich wieder etwas ein und ich nahm all meinen Mut zusammen und stemmte die Hände in die Hüften. „An deiner Stelle würde ich ganz schnell die Klappe halten, Jennifer.“ Die anderen Mädchen lachten lauthals. Denn normalerweise war niemand so dumm, sich ihnen in den Weg zu stellen. „Was willst du denn Pickelgesicht? Eine gebrochene Nase riskieren? Geh mir lieber aus dem Weg.“ 

Überraschenderweise hielt ich selbstbewusst ihrem herausfordernden Blick stand und grinste ihr frech ins Gesicht. „Wenn du Carla nicht ab sofort in Ruhe lässt, dann erzähl ich deinen Mädels einmal, mit wem du gestern nach dem Unterricht hinter der Schule herumgeknutscht hast.“ Jennifer wurde auf der Stelle leichenblass. „Wag es bloß nicht, Pickelgesicht.“ Aber ich war mir sicher, ihren wunden Punkt getroffen zu haben, denn sie zog sich sofort zurück. 

„Kommt Mädels, wir gehen. An dem Fettklops und dem Pickelgesicht machen wir uns doch die Finger nicht schmutzig.“ Ohne die Fragen ihrer Freundinnen zu beantworten, machte sie sich davon. „Was war denn das?“ wollte meine kleine Schwester wissen. „Wen könnte die schon geküsst haben, dass sogar ihr Ruf  in Gefahr wäre. Stefan, Kevin oder einer von den anderen Idioten sind ja wohl kaum der Rede wert, oder?“ Ich schüttelte den Kopf. „Es war Saskia aus meiner Klasse. Du weißt doch, die große Blonde.“  Carla fing an zu lachen und ich stimmte mit ein. Zum ersten Mal fühlte ich mich wie die beste, große Schwester auf der ganzen Welt. Endlich konnte ich einmal ihre Heldin sein.



Donnerstag, 16. Juli 2015

Ein Date mit dem Leben


Hallo ihr Lieben,

kennt ihr diese Tage, die absolut perfekt und vollkommen sind?

Für mich war heute einer dieser Tage.
Angefangen hat er mit Yoga und weiter ging es mit einem leckeren Frühstück im "Orphee". 

Ab und an brauche ich Zeit, um mit mir alleine zu sein. Es war so schön, einfach dort zu sitzen, jeden Bissen bewusst zu schmecken und die Menschen um mich herum wahrzunehmen. 
Die Freundinnen, die lachend ihre Köpfe zusammensteckten, das Paar am Tisch neben mir, dass sich anscheinend nichts zu sagen hatte und im Vorbeigehen eine junge, unsichere Frau, von der ich wünschte, sie wäre sich ihrer Schönheit bewusst.

Anschließend habe ich mich einfach treiben lassen, durch meine wunderschöne Heimatstadt Regensburg. Und zum ersten Mal habe ich heute meine ganze Aufmerksamkeit einem Straßenmusiker gewidmet. Früher war mir so etwas immer peinlich. Aber heute habe ich mich einfach auf eine Bank gesetzt und zugehört. Ein absolut grandioser Musiker, der mit seinem ganzen Herzen Gitarre spielt und singt. Das hat mich sehr berührt.

An Tagen wie heute, wenn es mir gelingt, einfach ich selbst zu sein, dann begegnen mir ganz besondere Menschen und es ergeben sich wunderbare Gespräche und Gelegenheiten.

An solchen Tagen fühle ich mich lebendig, verbunden mit mir selbst und voller Lebensfreude. Ein vollkommen gelungenes Date mit meinem Leben.

Ich wünsche euch ganz viele solche perfekten, großartigen Tage.


Alles Liebe,

eure Susanne