Mittwoch, 30. September 2015

Totenleuchten

Buchvorstellung Totenleuchten
Totenleuchten 

von Klara Nordin


Softcover, ca. 328 Seiten 
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (KiWi)
Genre: Krimi
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-462-04693-9








 

Über die Autorin:

Klara Nordin ist ein Pseudonym. Die Autorin wurde 1960 in Heilbronn geboren. Nach ihrer Buchhändlerlehre studierte sie Germanistik und Pädagogik in Tübingen und arbeitete viele Jahre in verschiedenen Verlagen. 2001 wanderte sie nach Schweden aus und lebt sein einigen Jahren im schwedischen Lappland, genauer: Jokkmokk, dem Schauplatz ihres Romans. Von dort aus ist sie als Studienleiterin für die Schule des Schreibens in Hamburg tätig und leitet in Deutschland regelmäßig Schreibkurse.

Inhalt:

Auf dem gefrorenen Talvatis-See finden Huskyrennen statt, und die Einheimischen bereiten den alljährlichen samischen Wintermarkt vor, als ein junger Mann aus ihren Reihen ermordet wird. Geschlachtet wie ein Rentier. Linda Lundin hat gerade ihren neuen Job als Hauptkommissarin angetreten, einen so schrecklichen Mord hat auch sie selten gesehen. Wer tötet einen Jungen, der rundherum beliebt war? Gemeinsam mit ihren Kollegen nimmt sie die Ermittlungen auf und stößt im kleinen Jokkmokk auf kuriose Bewohner, samische Geschichten und alte Geheimnisse.
War der tragische Tod des besten Freundes des Mordopfers, der vor einigen Monaten ertrank, etwa gar kein Unfall? Und müssen sie mit weiteren Morden rechnen? Bislang erzählen nur die Nordlichter von den Toten...

Meine Meinung:

In meinen Augen ein absolut brillanter Krimi, dessen Atmosphäre so großartig ist, dass ich am liebsten selbst nach Jokkmokk fahren würde.
Krimis lese ich in der Regel eher selten, zumindest bisher, denn dieser hat mich echt gepackt. Sehr gelungen finde ich auch die Charaktere, was mir persönlich immer sehr wichtig ist. Außerdem hatte ich überhaupt keine Idee, wer der Mörder sein könnte, bzw. lagen meine Vermutungen immer falsch. Und einen so gelungenen Schluss habe ich selten gelesen. 

Fazit:

Spannend bis zum Schluss. Mir gefällt der Stil der Autorin und ich werde mir auch ihr nächstes Werk Septemberschuld holen. 

Montag, 28. September 2015

Seine Bestimmung finden

Hallo ihr Lieben,

habt ihr euch auch schon mal gefragt, was eigentlich eure Bestimmung im Leben ist? Was ihr besonders gut könnt oder unbedingt einmal erreichen wollt?
Also ich definitiv... ;)

Schon in der Grundschulzeit habe ich immer gerne Gedichte und Geschichten geschrieben. Doch das Schreiben an sich, habe ich in meinem Leben früher nie richtig wertgeschätzt. Das ist doch gar nichts Besonderes, dachte ich. Viel lieber wollte ich eine berühmte Sängerin oder Schauspielerin werden...

Als meine Tochter geboren wurde, befasste ich mich, viel mit Spiritualität und Engeln. Schließlich entschloss ich mich für eine Ausbildung in dieser Richtung. Von nun an war ich bestrebt, genauso zu arbeiten wie bereits viele berühmte (ja, das Berühmtsein war irgendwie wichtig;) ), spirituelle Heiler vor mir. Ich wollte genauso werden, wie meine Lehrerin, bei der ich damals meine Ausbildung machte und außerdem strebte ich irgendwie nach dem Heiligenschein. 

Zum Glück dauerte diese Phase nicht allzu lange an. Obwohl, für meine Familie wahrscheinlich viel zu lange. Denn ich wollte ihnen ja den richtigen Weg zeigen.Während ich diesen Post schreibe, kann ich wirklich von Herzen selber über mich selber lachen und das Ganze mit Humor betrachten. Habt ihr auch solche Erinnerungen?

Mittlerweile bin ich wieder beim Schreiben. Ich kann nicht einmal genau sagen, wie ich dazu gekommen bin, wieder einen Stift in die Hand zu nehmen oder in die Tasten zu hauen. Ich kann nur sagen, dass nicht das Berühmtsein und die Anerkennung von außen im Vordergrund stehen. Denn ich habe einfach einen Riesenspaß an der Sache, vor allem am Bloggen. 

Und ich glaube genau darum geht´s im Leben. Zu lieben was man tut und umgekehrt. 

Ich bin mir gar nicht mehr so sicher, ob wir Menschen tatsächlich diese eine Bestimmung oder Begabung haben, nach der ich immer gesucht habe. Mittlerweile bin ich mehr der Überzeugung, dass ich hier bin, um zu lernen, aber vor allem auch um Spaß zu haben und das Leben zu genießen. 

Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in die Woche und, dass ihr das Leben in vollen Zügen genießen könnt. 

eure Susanne

Montag, 21. September 2015

Wenn eine Freundschaft zerbricht

Hallo ihr Lieben,

wenn eine Freundschaft auseinander geht, dann ist das für niemanden leicht. Ich stand bereits auf beiden Seiten. Ich finde, eine Freundschaft zu beenden, ist genauso schwierig, wie von einem Freund, oder einer Freundin verlassen zu werden.

Als ich 18 Jahre alt war, hat eine Freundin mit mir "Schluss" gemacht. Und ich war am Boden zerstört. Natürlich habe ich ihr die Schuld für alles gegeben und war ziemlich traurig und wütend auf sie. Auf den Gedanken, dass auch ich meinen Anteil an dem Ganzen hatte, kam ich gar nicht erst. Wut und Selbstmitleid waren für mich damals die beste Lösung.

Vor ca. zwei Jahren habe ich eine Freundschaft beendet. Ich hatte mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, doch für mich gab es keinen anderen Weg. Es hat einfach nicht mehr gepasst.

Manchmal muss man Menschen loslassen. Anfangs ist es eine harte Zeit, für beide Seiten, auch wenn man vielleicht nur seinen eigenen Standpunkt versteht oder verstehen will. Aber man kann in dieser Zeit auch ganz schön viel über sich selbst lernen.

Ich kann euch hier nur mit auf den Weg geben, was mir persönlich in dieser Zeit sehr geholfen hat:


  • Alle Gefühle zulassen, egal ob Trauer, Wut, Enttäuschung, auch einfach mal richtig weinen oder herumschreien, einen Gegenstand gegen die Wand schlagen (ich bevorzuge Unzerbrechliches, weil mir sonst im Nachhinein immer meine Sachen leidtun, wenn ich mein Temperament nicht zügeln kann. ;) )
  • Ich habe auch in Gedanken Gespräche mit den Betreffenden geführt (hier musste ich nur aufpassen, es nicht zu übertreiben)
  • Gut zu sich selbst sein (einen Spaziergang machen, Yoga, sich eine Massage gönnen, ein Bad nehmen, was immer euch gut tut)
  • In der Öffentlichkeit nicht schlecht über den anderen sprechen, das macht alles nur noch schlimmer. Lieber würde ich mir einen Freund oder Vertrauten suchen der in dieser Hinsicht neutral ist und dem man sein Herz ausschütten kann.
  • Aufpassen, dass der Groll gegenüber dem anderen, nicht alle Gedanken bestimmt. Mir ging es anfangs so, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte. Und irgendwann wird das einfach zu viel. Mir hilft es dann, etwas zu machen, wobei ich mich auf andere Dinge konzentrieren muss, wie z. B. Schreiben oder Yoga. Sucht euch einfach das, was euch am meisten ablenkt. 
  • Dem anderen nicht die Schuld an allem geben und sich auch nicht schuldig fühlen, weil man eine Freundschaft nicht mehr möchte. Egal was passiert, aus meiner Sicht, trägt jeder seinen Teil dazu bei, wenn eine Freundschaft nicht mehr funktioniert. Es gibt kein Schuldsein.
  • Für mich hat sich der Spruch bewahrheitet: "Die Zeit heilt alle Wunden." Es kann sehr lange dauern, doch irgendwann kommt der Tag, an dem man deutlich spürt, dass es wieder aufwärts geht.
  • Ich habe mich in dieser Zeit auch einfach auf meine Freunde konzentriert, die ich noch hatte und mir viel Mühe mit ihnen gegeben und ihnen dafür gedankt, dass sie immer für mich da sind.
  •  Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass dafür neue, wunderbare Menschen in mein Leben gekommen sind, für die ich sonst vielleicht nicht offen gewesen wäre. Dafür bin ich sehr dankbar und dieser Gedanke hilft mir immer weiter, wenn eine Freundschaft überhaupt nicht mehr funktioniert und sogar in die Brüche geht.
Solltet ihr gerade in einer ähnlichen Situation stecken, dann wünsche ich euch viel Kraft und alles Liebe.

eure Susanne

Mittwoch, 16. September 2015

Weil du bei mir bist

Buchvorstellung weil du bei mir bist
Weil du bei mir bist

von Anna Mc Partlin

Orginaltitel: Back up the moon
übersetzt aus dem Englischen von: Karolina Fall
Softcover, ca. 390 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Genre: Roman
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978 3 499 27178 6







Über die Autorin:

Anna Mc Partlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing, doch sie blieb dabei ihrer wahren Liebe, der Stand-up-Comedy, und dem Schreiben treu. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Die beiden leben in der Nähe von Dublin.

Inhalt:

Auf die Nacht folgt der Tag. 
Und auf den Tod folgt das Leben.

Emmas Leben ist einfach perfekt. Und seit sie mit John zusammenwohnt, scheint das Glück vollkommen. Aber dann passiert ein schrecklicher Unfall und Emma ist allein. Als wäre sie auch selbst gestorben, verkriecht sie sich im Schneckenhaus ihres Schmerzes. Doch dem sehen Emmas Freunde nicht tatenlos zu. Und irgendwie ist auch John immer noch für sie da.
Bald wird Emma klar, dass sie von den Menschen, die sie liebt, gebraucht wird. Dass sie stark sein muss, wenn sie für andere da sein will. Und sie begreift, dass das Glück ganz nah sein kann, wenn man meint, es für immer verloren zu haben.

Meine Meinung:

Die ganze Geschichte wird aus Emmas Sicht erzählt. Und irgendwie konnte ich das ganze Buch über nicht so recht mit den Figuren mitfühlen. Es hat mich nicht wirklich berührt. Irgendwie ging mir in dieser Handlung alles viel zu schnell. "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" gefielen mir deutlich besser. 

Fazit: 

Ganz okay, wenn man gerade nichts Besseres zur Hand hat. Ansonsten würde ich mir dieses Buch jedoch nicht wieder kaufen. Es fehlt mir einfach an Tiefe.






Montag, 14. September 2015

Veränderungen

Hallo ihr Lieben,

in meiner Familie steht der September vor allem für Veränderung.
Meine Tochter kommt in die Schule und mein Sohn in den Kindergarten.
Ende des Monats arbeite ich wieder, einmal in der Woche. 
Mein erster Job nach 7 Jahren als Vollzeitmama und Hausfrau.

Während bei meinen Kindern eindeutig die Vorfreude überwiegt, mischen bei mir noch diverse Ängste und der Selbstzweifel mit.
Kann ich das überhaupt? Was passiert, wenn ich einen schlimmen Fehler
mache?

Zudem kreiere ich gemeinsam mit Franzi (so nenne ich mein liebes Ego) 
einige hochdramatische Szenen in meinem Kopf, wenn sich eine Veränderung ankündigt. Ich gebe euch ein Beispiel:

Im Winter muss ich bei ganz üblem Wetter zur Arbeit fahren, womöglich kommt noch ein ganz schlimmer Schneesturm dazu und ich baue einen ganz schrecklichen Unfall.
oder:
Zu Hause passiert etwas ganz schlimmes mit den Kindern oder meinem Mann und ich bin nicht da...

Franzi ist eine ganz schöne Dramaqueen, was? ;)

Ich wünschte ich hätte mehr von dieser sorglosen Leichtigkeit, wie sie meine Kinder noch haben. Aber das hilft nix. Ich muss da eben immer durch.

Und wisst ihr was?

Die letzten Wochen habe ich mich mit diesen Ängsten auseinandergesetzt und mich ihnen gestellt und mittlerweile blicke auch ich mit Vorfreude und Zuversicht auf die Veränderungen, die mein Leben für mich bereit hält. Mir hilft es, meine Ängste zu benennen und darüber zu schreiben. Auch die vorigen Beispiele maßlos zu übertreiben, bis es überhaupt nicht mehr glaubwürdig ist, kann mir in manchen Situationen helfen.

Dem Leben und dem Universum zu vertrauen, gehört für mich zu den Dingen, die ich wieder lernen darf.

Vielleicht wäre es oft viel bequemer und scheinbar leichter, wenn alles immer beim Alten bliebe, auf Dauer jedoch ganz schön langweilig, oder?

Wie ist das bei euch mit den Veränderungen?

Liebste Grüße,
eure Susanne

Montag, 7. September 2015

Urlaub

Hallo ihr Lieben,

mein Blog macht für eine Woche Urlaub. Den nächsten Post gibt es wieder am Montag, den 14. September. Bis dahin eine schöne Woche,

eure Susanne

Freitag, 4. September 2015

Eden Academy

Buchvorstellung Eden Academy
Eden Academy

von Lauren Miller

Orginaltitel: Free to fall

Aus dem amerikanischen Englisch von Sylkehachmeister

Verlag: Ravensburger
Preis: 16,99 Euro (Hardcover)
Genre: Dystopie/Sci-Fi

Wie ich in meinem letzen Post "Jederzeit erreichbar" angekündigt habe, gibt es heute ein Buch passend zu dem Thema.


Klappentext:

Als Rory an der berühmten Eden Academy angenommen wird, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Doch kaum hat sie ihr Zimmer in dem Elite-Internat bezogen, kommen ihr Zweifel an der schönen Fassade. Wer schickt ihr mysteriöse Nachrichten und woher weiß der Absender soviel über sie? Ist an den Gerüchten über einen Geheimbund an der Schule etwas dran? Und was hat das mit der App zu tun, die alle benutzen? Als Rory den geheimnisvollen North kennenlernt, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Doch er scheint ihr etwas zu verschweigen...

Meine Meinung:

Ein sehr spannendes Buch, dass mir die ein oder andere Nacht Schlaf gekostet hat, weil ich einfach nicht aufhören konnte, zu lesen. Diese Geschichte zeigt auf erschreckende Weise, wie unsere Welt aussehen könnte, wenn wir den digitalen Medien mehr vertrauen, als uns selbst. Anhand des Covers und des Titels hätte ich mir dieses Buch wohl nicht gekauft. Aber dank meiner Nichte ist mir "Eden Academy" nicht entgangen. Klare Leseempfehlung von mir. ;)